Nutzung von Brunnenwasser und
Löschwasserspeichern für IT-Klima
Als Alternative zur Tiefengeothermie kann
auch der Einsatz von Brunnenwasser zum
Tragen kommen. Dieses ist gerade bei höheren
Kälteleistungen (ab 30 kW) denkbar. Hierbei
wird das kalte Wasser aus dem
Grundwasserstock entnommen (Saugbrunnen) und
über einen Injektionsbrunnen wieder
zurückgeführt. Hierbei ist auf die
Fließrichtung des Grundwassers zu achten.
Ferner sollte die Qualität des Grundwassers
analysiert werden. Eine Systemtrennung
zwischen Kühlwasser zum Serverraum und zu
nutzendem Grundwasser ist hierbei
unverzichtbar. Es sollte der für die
Systemtrennung relevante
Plattenwärmetauscher sogar redundant
ausgeführt werden (für Reinigungs- und
Spülarbeiten während des laufenden
Betriebes).
Diese Anlagenart ist ebenso wie die
Tiefengeothermie über die untere
Wasserbehörde zu genehmigen. Gerade bei
hohen Entzugsleistungen kann auch eine
Kombination zwischen freier Kühlung und
Brunnenwasser gefahren werden. Das bedeutet
das Kühlgeräte für die RZ-Versorgung zum
Einsatz kommen, die hohe Vorlauftemperaturen
erlauben. Hierdurch kann ein sehr hoher
Freikühlanteil im Jahr gefahren werden (bei
Rackrücktürkühllösungen bis zu 18 °C, was
eine freie Kühlung im Jahr ab 16°C bedeutet
= gemittelt 86% freie Kühlung im Jahr. Nur
für den Anteil der Jahrestemperaturstunden
höher als 16°C (gemittelt wären das 295
Stunden im Jahr) müsste dann das Grundwasser
genutzt werden. Auch bei dieser Anlage kann
auf den Kompressorbetrieb vollständig
verzichtet werden.
Der Einsatz eines FreeCoolers könnte auch
der Redundanz dienen (Ausstattung mit
indirekten Wasserbesprühung des
Kühlregisters).
Anlagenbeispiel (ohne Kombination mit freier
Kühlung):


Bei größeren Industrieunternehmen steht für
den Fall eines Brandes ein großer
Löschwasserspeicher zur Verfügung, der
genügend Kühlwasser beinhaltet, um den
Serverraum zu versorgen. Dieser
Löschwasserspeicher kann ebenfalls wie ein
Brunnen für die Kühlwasserversorgung des
Serverraumes genutzt werden bei
Umgebungstemperatur größer als 16°C. Auch
hier würde der Löschwasserspeicher lediglich
für einen Anteil von ca. 295 Stunden im Jahr
effektiv genutzt werden. Gleichzeitig wird
der Löschwasserspeicher (sofern er 295
Stunden genutzt worden ist) durch den
FreeCooler wieder mit „Kälte“ gespeist
sodass dieser permanent zur Verfügung steht.
Die Gesamtanlage (insbesondere der
FreeCooler und auch die erforderlichen
Zirkulationspumpen) kann über eine USV
abgesichert werden, was bei
Kompressions-kälteanlagen nur durch
überdimensionierte USV´en möglich ist.


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