Geothermale Kälteerzeugung für IT - /
Serverschränke
Geothermie in RZ´s - Kühlung aus der Erde
In vielen privaten Haushalten hat sich die
Geothermie in den letzten Jahren bereits
etabliert. Immer mehr Hausbesitzer nutzen
die Energie aus der Erde, um ihre Wohnräume
im Winter zu beheizen und im Sommer zu
kühlen. Geothermisch klimatisierte
Rechenzentren sind aber heute noch die
absolute Ausnahme. Dabei steckt in dem
Ansatz großes Potential: Nach aktuellen
Studien der Analysten von Gartner entfallen
heute 35 bis 50 Prozent der Energiekosten
eines Rechenzentrums auf die Klimatisierung
– durch Geothermie lässt sich dieser Anteil
drastisch reduzieren. Im Gegensatz zu
herkömmlichen Klimaanlagen, die heute in
Rechenzentren eingesetzt werden, verzichtet
die geothermische Lösung komplett auf eine
maschinelle Kälteerzeugung: Die Kühlung
erfolgt stattdessen mit Hilfe von
Kaltwasser/Glykol, das über einen
geschlossenen Rohrleitungssystem bis in eine
Bodentiefe von rund 99,5 Metern geführt
wird. Das Erdreich hat in dieser Tiefe eine
konstante Temperatur (je nach
Beschaffenheit) von ca. 9 bis 14 Grad
Celsius, die nicht durch jahreszeitliche
Witterungsschwankungen beeinflusst wird.
Zwei redundant arbeitende Zirkulationspumpen
befördern das Kaltwasser/Glykol durch das
geschlossene Rohrsystem.
Die Pumpen kommen hierbei abwechselnd zum
Einsatz.. Für eine hohe Ausfallsicherheit
werden die Pumpen über eine USV abgesichert.
Dies ist mit üblich eingesetzten
Kompressor-Klimalösungen aufgrund der hohen
Anlaufströme nicht möglich. Das
Kaltwasser/Glykol wird im Rechenzentrum zu
einem Kühlgerät gefördert, welches sich in
unmittelbarer Nähe der Wärmequelle befindet
(z.B. direkte Rackkühlung oder auch
Reihenklimaanlagen). Dabei wird
sichergestellt dass die Serverracks nicht
mit wasserführenden Komponenten in Berührung
kommen. So besteht auch im Fall einer
Leckage keine Gefahr für die sensible
Hardware. Ein Luft-Wasser-Wärmetauscher
nimmt die Abwärme der IT-Komponenten auf.
Dies erfolgt ohne Umlenkverluste, da die
Luft – ebenso wie in den IT-Geräten – in
einem horizontalen Luftstrom fließt. Das
Kaltwasser erwärmt sich dadurch auf ca. 20
Grad. Anschließend wird das Kaltwasser mit
Hilfe der Zirkulationspumpen durch die
Rohrleitungen in das Erdreich geführt, wo
die Wärme wiederum entzogen wird.
Hierbei können relativ hohe
Vorlauftemperaturen zum Einsatz kommen, die
wiederum den Vorteil haben, dass das System
außerhalb des Taupunkts betrieben werden
kann. Dies bedeutet die Nutzung der
sensiblen Kühlleistung des Wärmetauschers –
ohne Anfall von Kondenswasser! Je nach
Projekt wird zusätzlich ein großzügig
dimensionierter FreeCooler im Außenbereich
installiert. Dieser übernimmt in den drei
kältesten Monaten des Jahres die
Kaltwassererzeugung durch indirekte freie
Kühlung. Die Ruhephase der Geothermie-Anlage
verhindert, dass dem Erdreich dauerhaft zu
viel Wärme zugeführt wird. Die dreimonatige
Winterpause gibt dem Erdreich also Zeit,
sich wieder zu entspannen.







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